Tee-Zeremonie

Japanische Tee-Zeremonie

Die japanische Tee-Zeremonie ist eine wunderschöne Weise, eine besondere Beziehung zwischen Gastgeber und Gast herzustellen. Sie wirkt zu Beginn oft formal und starr.

Formal ist sie, aber nicht starr. Es gibt am Anfang für die Gäste ein paar Dinge zu beachten. Dann kann man sich der Atmosphäre hingeben.

Die individuelle Gestaltung von Raum und Tee-Geschirr spiegelt die Jahreszeiten und den Charakter der Gastgeberin wieder. Höhepunkt der Tee-Zeremonie ist der Genuss von Matcha-Tee und einer feinen Süßigkeit.

Was ich anbiete

  • Bei mir könnt Ihr Tee-Zeremonie erlernen.
  • Ihr könnt an einer meiner regelmäßigen Tee-Zeremonie teilnehmen.
  • Ich veranstalte gerne Tee-Zeremonien speziell für Euch, als Geschenk, als Teil Eurer Veranstaltung (zum Beispiel einer Kultur- oder Firmen-Veranstaltung)

Ablauf

Je nach Anzahl der Teilnehmenden dauert ein Tee-Zeremonie zwischen 30 und 60 Minuten. Man sollte saubere Kleidung tragen und sich vorher die Hände waschen. Schmuck und Uhren sollte man ablegen. Die Zeremonie selbst findet auf Tatami-Matten statt. Bevor man die Tatami-Matten betritt, zieht man die Schuhe aus (Socken muss man tragen, ideal sind weiße Socken).

Die Zeremonie beginnt mit einer kurzen Begrüßung. Zunächst verteilt die Gastgeberin eine kleine Süßigkeit, dann beginnt sie den Matcha-Tee zuzubereiten. Die Gäste können einer nach dem anderen die Süßigkeit genießen und bekommen dann ihren Tee serviert.

Während der Zeremonie kann man normal sprechen. Man darf gerne Fragen zum Ablauf stellen, zum Geschirr oder zum verwendeten Tee. Gespräche über Themen wie die Arbeit oder Fußball sind dagegen zu vermeiden.

Wenn alle Gäste gegessen und getrunken haben, schließt die Gastgeberin die Zeremonie und verabschiedet die Gäste.

Hintergrund

Der heute vorwiegend praktizierte Stil der japanischen Tee-Zeremonie geht auf Sen no Rikyu zurück. Dieser bekannteste Tee-Meister lebte im 16. Jahrhundert. Für ihre strenge Formalität, den vollendeten Stil der verwendeten Werkzeuge und die tiefe Verwurzelung in Religion und Philosophie wurde die japanische Tee-Zeremonie weltweit bekannt.

Dem Reiz des Exotischen steht die Erfahrung von innerer Ruhe und Einkehr gegenüber. Durch die Übung der Tee-Zeremonie werden Konzentration und innere Balance gefördert. Schüler lernen respektvolle Gastfreundschaft und die Einrichtung eines Tee-Raums von einfacher, unaufgeregter Schönheit. Langfristig führt dieser „Tee-Weg“ zu innerer Ruhe, Gelassenheit und Respekt gegenüber Mensch und Natur.

Meine eigene Tee-Ausbildung begann 2004. Ich habe seitdem in der Tradition der Omotesenke-Schule gelernt. Seit 2021 unterrichte ich Tee-Zeremonie in Deutschland.

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