Teilnahme am Frühlingsfest Heidelberg 2022



Guten Tag, ich bin Mayumi von der japanischen Tee-Seite ≪en-cha≫.

Leider konnte ich in den letzten Monaten diesen Blog nur selten aktualisieren.

Als Mutter, Selbständige und gleichzeitig Angestellte hatte ich nicht genügend Zeit. Ich möchte aber gerne in nächster Zeit über mehrere Themen im Blog schreiben. Ich danke für Eure Verständnis!

Kirschblütenfest (Hanami) 2023

Am 26. März hat in Heidelberg, unter den Kirchbäumen an der Stadtbibliothek, ein schönes Fest stattgefunden. Der Verein „Kumamoto Tomo No Kai“ hat das „Japanische Kirschblütenfest Heidelberg 2022“ veranstaltet.

Wegen der Corona-Regeln konnten wir erst ganz knapp entscheiden, ob es stattfinden kann. Aber, unter Einhaltung von 3G-Regeln, haben wir es geschafft und ich habe dort Tee von en-cha angeboten!

Es war ein wunderschöner Tag, sonnig und warm. Es hat perfekt für Hanami (japanisch für „Kirchschblütenfest“) gepasst.

Meine Tees konnte ich in einem Zelt des Vereins „Kumamoto Tomo No Kai“ anbieten. Zusätzlich konnte ich einmal auf Tatamimatten eine japanisch Teezeremonie präsentieren und einigen Gästen anbieten. Das Interesse war riesig. Insgesamt waren sehr viele Gäste beim Kirschblütenfest.

Als Süßigkeit für die Teezeremonie hatte ich selbst „Sakuramochi“ (Reiskuchen in Kirschblätter) gemacht und angeboten. Die waren unglaublich schnell ausverkauft.

Dieses Fest wird bestimmt in 2023 wieder stattfinden. Dann möchte ich gerne wieder teilnehmen und schöne Tees anbieten😊.


Der weitere Plan für Veranstaltungen mit en-cha in 2022:

  • 8., 9. Mai, Teeverkauf und Teezeremonie Präsentation im Bonsaizentrum Heidelberg.
  • 26. Mai, Teeverkauf beim japanischen Filmfest „Nippon Connection“ in Frankfurt.
  • Ende Juni, Teeverkauf und Teezeremonie Präsentation im Mehrgenerationshaus, Heidelberg.
  • 16. Juli, Teeverkauf beim Wochenmarkt „Mini Japan Tag“ in der Weststadt in Heidelberg.

Außerdem biete ich eine weitere, private Tee-Workshops an.
Bitte checke regelmäßig mein Blog✨.

Teilnahme bei „Yobanashi“ in Kyoto

Frohes neues Jahr!
Ich bin Mayumi von der japanischen Tee-Seite ≪en-cha≫.

Die Feiertage des letzten Jahres sind vorbei, ein neues Jahr beginnt.



Das Thama dieses Mal ist wieder Teezeremonie.

In Japan werden saisonale Teezeremonie-Parties zu jeder Jahreszeit in allen Landesteilen angeboten. Und so gibt es auch eine Zeremonie die nur im Winter stattfindet.

Der Name ist „Yobanashi„(夜咄).

Auch Leute die Teezeremonie-Erfahrung haben wissen oft nichts oder nicht viel darüber.

Ich selbst habe auch bisher nichts darüber gewusst und noch nie davon gehört.


Ja, diese Tee-Party wird nur im Winter und nur am Abend veranstaltet.

Da dies schon eine sehr enge Begrenzung ist, kann man Yobanashi nicht so leicht bei einem Teezeremonie-Kurs finden (es gibt aber sicher einige Teemeister/innen, die Yobanashi jedes Jahr anbieten).

Nun, wenn man von solcher seltenen, interessanten Sache erfährt, dann wird man neugieig und möchte unbedingt mal teilnehmen. So sind Menschen.

Was ist denn genau eine „Yobanashi“ Tee-Party??


Zum Glück hatte ich in 2019 zufällig erfahren, dass der „Kodaiji“-Tempel in Kyoto eine offentliche „Yobanashi“ Party anbieten würde. Da ich zufällig in Japan war, bin ich im Januar 2019 extra dafür nach Kyoto gefahren.



In Kodai-ji gibt es das ganze Jahr über immer wieder Tee-Veranstaltungen für Besucher.
„Yobanashi“ ist dabei vermutlich ein recht populäres Event.

Ich habe ein kurzes (5 Minuten) Video dazu bei Youtube gefunden, in dem der Inhalt der Zeremonie deutlich wird ↓
Yobanashi in Kodai-ji Kyoto



Ja, wir haben jetzt verstanden.
In einer „Yobanashi“ Tee-Party wird beim Licht von ein paar japanischen Kerzen in relativer Dunkelheit Tee angeboten.

In der heutigen Zeit findet man es normal, dass man am Abend mit viele Licht lebt.

Aber als Teilnehmerin fand ich es gar nicht problematisch. Um den Tee und Süßigleiten zu genießen, ist es sogar besonder wertvoll und fantastisch, weil es ganz eigene Atmophäre hat. Bei schönem, japanischen Kerzenlicht kann man alle Alltagsdinge vergessen und ganz natürlich in der Tee-Welt ankommen.


Eingang von Kodai-ji
Nachdem Teezeremonie kann man mit Licht fotografieren.
Inklsiv Garten-Tour in Kodai-ji
Inklsiv traditioneles Essen in anderen Ort



Was denkst Du über Yobanashi?

Bei diesem Event in Kodai-ji haben viele Menschen ohne jede Teezeremonie-Erfahrung teilgenommen. Deswegen finde ich, dass jede Person das relativ leicht besuchen und erleben kann.


Ich möchte sogar gerne noch einmal teilnehmen! Sehr empfehlenswert😊


Info zum Yobanashi-Event in Kodai-ji
Ort: Kodai-ji (Tempel) in Kyoto
Zeit:
Jeden Freitag, Samstag und Sonntag, von Januar bis März,
Beginn zwischen 17-18 Uhr, Dauer insgesamt etwa 3 Stunden
Eintrittpreis: 7000 Yen (= ca. 65 Euro, inkl. zwei Matcha und Süßigkeiten, Gruppentour in Kodai-ji, Essen, Kaffee)
Teilnahme ist nur mit Reservierung möglich (max. 50 Personen pro Tag)
Man muss nichts besonderes mitnehmen, aber weiße Socken wären optimal
Internetseite: Kodai-ji




Einladung der Teezeremonie-Party „Kuchikiri no Chaji“

Guten Tag, ich bin Mayumi von der japanischen Tee-Seite ≪en-cha≫.


Nach dem Ende der Sommerzeit wurde der Tag ziemlich kurz.

Der Beginn der dunklen Jahreszeit, im November, ist die Zeit von „Kuchikiri no Chaji“ in der Teezeremonie.

Der Kessel-Typ ändert sich zum Winterkessel und in dieser Zeit wird der (bis dahin gelagerte) neue Tee des Jahres geöffnet und getrunken.

Also ist dies eine Art „Neujahr“ in der Teezeremonie.



Den Matcha-Tee konnte man früher natürlich nicht so leicht wie heute haben und trinken.

Zu Beginn der Edo-Ära (ab 1603) standen die Tee-Lieferanten jedes Jahr Schlange für Matcha-Tee, man nannte diese Prozession „Ochatsubo Douchu“.
Sie kamen von Edo (heute: Tokyo) nach Uji in Kyoto (wo sich die Tee-Plantagen befanden), haben dort die frisch geernteten und verarbeiteten Tees in ihre Teedosen eingepackt und wieder nach Edo geliefert.

Dabei wurden der Tee in der Dose während des Sommers in Suruga (heute: Shizuoka) kühl gelagert, um dann im Novenber in Edo pünktlich anzukommen und geöffnet zu werden.


Das ist ein ganz anderer Wert als Shin-Cha. Aber solche Methoden der Tee-Lagerung wurden schon in dieser Zeit genutzt. Das ist interessant.

Ochatsubo-Dochu panoramio.jpg von Wikipedia


Diese „Ochatsubo-Dochu“ gibt es heute nicht mehr und es gibt heute nur selten Gelegenheit „Tencha“ (Tee-Blätter für Matcha) in einer traditionellen Steinmühle zu mahlen.

Trotzdem gibt es bis heute in der Teezeremonie-Welt das besondere Ritual „Kuchikiri“, mit dem der neue Tee im November zum ersten Mal geöffnet wird.

Oftmals wird extra dafür alles im Teezimmer und der Teegarten neu eingerichtet, weil die Kuchikiri-Zeremonie den Rang einer Neujahrsfeier in der Teezeremonie hat.
Damit entsteht ein reinigendes Gefühl und man findet einen schönen, neuen Anfang des Jahres.

„Kuchikiri no Chaji“ bei der Nische

Die Öffnung der Dose ist mit weißem, japanischen Papier „Washi“ geschlossen.
In der Zeremonie öffnet man die Dose in bestimmter Weise und holt etwas Tee heraus.

Und danach wird die Dose wieder ebenso verschlossen.

Die Vorbereitung und Zubereitung macht der Gastgeber nicht versteckt im Hintergrund, sondern präsentiert alles vor den Gästen. Das ist auch eine Schönheit der Teezeremonie.


Diese Übung/ Veranstaltung macht man nur diesem einen Zeitpunkt im Jahr.
Obwohl man das nicht so leicht üben kann, freue ich mich immer auf „Kushikiri-Stimmung“ die ich durch diese Übung bekomme und kann damit den ersten Tee besonders genießen!